EmBioProMS

Multizentrische prospektive Studie zu Serumbiomarkern bei Patienten mit chronisch-progredienter MS

Mit zunehmender Erkrankungsdauer steigt das Risiko, eine progrediente MS (PMS) zu entwickeln. In dieser progredienten Phase beginnen Immuntherapien oft schlechter zu wirken und therapeutische Ziele müssen neu adjustiert werden.

Die komplex interagierenden Mechanismen, welche die Progression vorantreiben, bleiben weiterhin rätselhaft. Eine wichtige Rolle bei dem Untergang der Nerven und der Zunahme der Behinderung könnten die sogenannten Gliazellen, die Stützzellen des Gehirns, spielen. Von besonderer Relevanz sind hierbei die Astrozyten (die Spinnenzellen), die in vielen Studien zur PMS eine Fehlfunktion zeigten.

Leider existieren bisher keine Blutmerkmale (Serumbiomarker), mit denen die Progression zuverlässig nachgewiesen oder eine weitere Verschlechterung bei bereits bestehender progressiver Erkrankung vorhergesagt werden kann. Allerdings, durch die Anwendung neuartiger Spitzentechnologie, ist heutzutage die Bestimmung von astrozyten-spezifischen Molekülen, z.B. das saure Gliafaserprotein (GFAP) sowie Nervenzelluntergangsmarker (Neurofilamente, NfL) im Blut von PMS-Patienten möglich.

Im Rahmen einer Kooperation mit den Universitätskliniken Ulm, Tübingen, Rostock, dem Institut für Klinische Neuroimmunologie der LMU München, der Marianne-Strauß-Klinik sowie der Fachklinik Dietenbronn wird untersucht, ob die o.g. Marker für die Bestimmung der Krankheitsaktivität im Blut nützlich sind.

Aufgaben

 Die MS Forschungs- und Projektentwicklungs-gGmbH stellt auf Basis der Forschungsplattform die nötigen Tools zur Dokumentation und Nachverfolgung der Patienten zur Verfügung.

Zeitraum

Die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Projektstart: Juli 2018

Förderung

Diese Studie wird im Rahmen der Forschungsförderung von der DMSG, Bundesverband e.V. unterstützt.