RECLAIM
Autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (AHSZT) bei Multipler Sklerose (MS) in Deutschland – Entwicklung eines Behandlungspfades
Die autologe hämatopoetische Stammzelltransplantation (abgekürzt: AHSZT, englisch: aHSCT) ist ein Verfahren, das einen Neustart oder „Reset“ des Immunsystems zum Ziel hat. Mit dem Verfahren werden weitestgehend alle Immunzellen zerstört und anschließend das Immunsystem neu aufgebaut. Die AHSZT, die auch als Stammzelltherapie bezeichnet wird, kann keine Zellen im Nervensystem ersetzen oder reparieren. Im Grunde ist die AHSZT eine der stärksten Immuntherapien, die man bei der Behandlung der Multiplen Sklerose durchführen kann. Um diesen Reset des Immunsystems zu erreichen werden verschiedene Substanzen eingesetzt, vor allem das Zytostatikum Cyclophosphamid (also eine Chemotherapie) sowie ein Antikörper, der gezielt Immunzellen zerstört. Vor der Chemotherapie und AHSZT müssen zunächst die eigenen Stammzellen gesammelt werden, um sie nach der Chemotherapie zurückzugeben, damit neue Blutzellen und Immunzellen gebildet werden können.
An der RECLAIM-Registerdokumentation beteiligte Studienzentren:
| Einrichtung | Kontakt | Standort |
|---|---|---|
| Klinik und Poliklinik für Neurologie am Bezirksklinikum Regensburg - medbo Regensburg | Telefon: +49 (0) 941-941-3003 E-Mail: poliklinik.neurologie[at]ukr.de |
Universitätsstr. 84 93053 Regensburg |
| Spezialambulanz für Multiple Sklerose Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
Telefon: +49 (0) 211-81-18979 E-Mail: MS-Ambulanz[at]med.uni-duesseldorf.de |
Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf |
| Multiple-Sklerose-Tagesklinik und Sprechstunde Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf |
Telefon: +49 (0) 40-7410–22399 E-Mail: multiplesklerose[at]uke.de |
Martinistraße 52, 20246 Hamburg |
| Neuroimmunologische Ambulanz Universitätsklinikum Heidelberg |
Telefon: +49 (0) 6221-56-7510 E-Mail: neurologie[at]med.uni-heidelberg.de |
Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg |
| Zentrum für Neurologie Universitätsklinikum Tübingen |
Telefon: +49 (0) 7071 29-82141 E-Mail: spezialambulanz.neurologie[at]med.uni-tuebingen.de |
Hoppe-Seyler-Straße 3, 72076 Tübingen |
Erste Auswertungen des MS-Registers zeigen, dass Personen mit einer aHSZT durchschnittlich jünger sind, eine geringere Krankheitsdauer und gleichzeitig einen höheren Behinderungsgrad aufweisen. Des Weiteren wurden nach der Transplantation keine Wiederaufnahme der verlaufsmodifzierenden Therapie dokumentiert. Dafür wurden Daten von 27 Patienten nach einer aHSZT, die im MS-Register und dem Deutschen Register für Stammzelltransplantationen (DRST) dokumentiert sind, mit 51.000 MS-Erkrankten ohne diese Transplantation verglichen.
Weitere Informationen zu dieser Auswertung finden Sie hier.